G'day!
Meine erste Farmwoche ist um und ich muss sogar gestehen, dass das Farmleben gar nicht so schlecht ist. Wobei ich schon eher das "Big City Girl", als das "Farm Girl" bin, wie ich fest gestellt habe. Für eine Weile ist es wirklich sehr schön hier auf der Farm zu sein, aber auf Dauer oder ein Leben lang wäre das nichts für mich. Es gibt sicherlich Farmen, die noch abgelegener liegen als meine. Aber ich habe hier schon das Gefühl, dass ich in "middle of nowhere" bin ;) Man kann die nächste "Stadt" aber gut in 10 Minuten mit dem Auto erreichen. Die "Stadt" ist genau so, wie ich mir eine "countrytown" immer vorgestellt habe. Ich leben hier zusammen mit einer Familie mit zwei Kindern (Hugh ist 9 und Eliza 11 Jahre alt), zwei Hunden (Heidi und Minnie), einem Kater (Digby), mehreren Hühnern, zwei Pferden und mit ganz vielen Kühen und Schafen.
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| Das Farmhaus |
Ich wurde von meinem Farmer hier schon des öfteren auf den Straßenverkehr losgelassen und es hat erstaunlich gut geklappt! In einer Großstadt würde ich vielleicht noch nicht so besonders gut mit dem Verkehr zurecht kommen aber hier auf dem Land klappt das ganz gut. Diejenigen von euch, die mich gut kennen, wissen wahrscheinlich, dass ich nicht unbedingt die leidenschaftlichste Autofahrerin bin und werden das, was ich jetzt sagen werde kaum glauben. ABER: Hier Auto zu fahren macht SPAß!! Die Landschaft ist so wunderschön und die Straßen so breit und mein Auto sieht aus, wie der Truck von Bella aus Twilight (also unkaputtbar)! Ich geniesse es geradezu Auto zu fahren. An der Straßenkreuzungen wird es immer ein bisschen kritisch, aber davon gibt es hier Gott sei dank nicht so besonders viele.
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| Das Auto, das ich fahren darf |
Ansonsten verbringe ich den Tag damit im Garten zu arbeiten, die Kinder zu beschäftigen oder sonstige Arbeiten zu machen, die hier täglich anfallen.
Ich kann hier Studien über alle möglichen Spinnenarten machen, ich begegne täglich einer neuen Spinnenart und eine ist ekliger als die andere. Neulich bin ich sogar auf eine der giftigsten Spinnen der Welt gestoßen: Die Red Back Spider. Die sind aber nicht aggressiv. Vor Schlangen muss ich mich hier eher in Acht nehmen. Als ich auf dem Teefeld gearbeitet habe und immer in den Tee fassen musste ohne zu sehen wo ich hingreife, war ich schon sehr beunruhigt. Mein Farmer hat mir vorher unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass hier die giftigen Schlangen in den Teebüschen schlummern, ich aber keine Angst zu haben brauche. Die Versuche mich zu beruhigen ["We've never lost a WWOOFER before" (WWOOFER steht für "Willing Worker On Organic Farms, das bin ich diesem Falle ich)] sind gescheitert und das genaue Gegenteil wurde erreicht: Ich war sehr beunruhigt. Aber ich bin noch am Leben, also ist bis jetzt alles gut.
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| Die Teeplantage |
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| Red Back Spider |
Die Temperaturen klettern hier jeden Tag in schwindelerregende Höhen. Nächsten Donnerstag sollen es 40 °C (!!!) werden! Bei solchen Temperaturen kann man nichts besseres machen, als den Tag drinnen zu verbringen. Leider ist durch die trockene Hitze die Waldbrandgefahr sehr hoch. Vor vier Jahren hat ein Waldbrand hier in der Umgebung mehrere Städte nieder gebrannt. Unter anderem Marysville, eine Stadt, die quasi wieder komplett neu aufgebaut werden musste. 180 Menschen sind bei dem Brand in Marysville gestorben. Seitdem gibt es den "Black Saturday", der Tag, der an die Opfer der Waldbrände erinnert.
Morgen bekommen wir einen Hundewelpen, auf den freue ich mich schon total!
Fotos vom Welpen werden folgen!
Cheers,
Marie aus Down Under
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| Digby, der Kater |
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| Der Hund Heidi |
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| Heidi und Eliza |
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| Australian light |
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| Colourful bird |
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| Abgestorbene Bäume, überall nach den Waldbränden |
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| Sunset |
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| Door |