Seit ich das letzte Mal geschrieben habe, ist allerhand passiert. Erst mal habe ich mein Lager bei Lydia geräumt und bin bei Jackson eingezogen, der allerdings wegen einer Operation im Moment bei seinem Vater wohnt. Ich wohne also ganz gemütlich mit einer Freundin zusammen bei ihm in der Wohnung. Leider gibt es dort kein freies Wifi, so dass ich immer das ziemlich langsame Internet der Bibliothek nutzen muss. Daher hat es auch so lange gedauert, bis ich mal wieder etwas posten kann.
Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht! Ich habe mein New Years Eve zusammen mit Nick und einer Freundin verbracht. Wir haben uns das Feuerwerk am Federation Square angeschaut, das von den Wolkenkratzern drum herum in die Luft gejagt wurde. Ein schönes Spektakel, wobei ich im Nachhinein doch ein wenig bereue, dass ich nicht nach Sydney gefahren bin. Allerdings hätte ich in Sydney schon ca. 8 Stunden früher an dem Platz sein müssen, von dem ich das Feuerwerk aus schauen würde. Und auf eine 8 stündige Wartezeit und die riesige Masse an Menschen hatte ich dann doch keine Lust. Der Unterschied zu Silvester in Deutschland ist, dass man hier nicht sein eigenes Feuerwerk machen darf. Aufgrund der Sicherheit werden hier also nur öffentliche Feuerwerke veranstaltet, die aber natürlich ziemlich pompös sind. Kurz nach Silvestern habe ich meinen Surfcampfreund Mark aus Dänemark wieder getroffen, da er für ein paar Tage nach Melbourne gekommen ist um dann für drei Monate Asien unsicher zu machen. Nach Asien geht es für ihn noch ab nach Neuseeland und er plant 2015 wieder zu Hause in Dänemark zu sein :) Quasi ein echter Weltreisender!
Seitdem bin ich eigentlich so ziemlich jeden Tag auf Jobsuche. Manchmal fühle ich mich wie der Hauptdarsteller in "Und täglich grüßt das Murmeltier". Meine Tage verlaufen also im Moment relativ ereignislos. Die aufkommende Frustration vertreibe ich mir dann indem ich im Park entspanne, ein Buch lese oder mich künstlerisch weiterbilde und in die "National Gallery of Victoria" gehe. Dort gibt es wirklich außergewöhnlich gute Ausstellungen und ich habe das Gefühl, dass ich jedes Mal etwas Neues entdecke. Die Ausstellung die mir bis jetzt am besten Gefallen hat ist "Melbourne Now", eine sehr zeit- und vor allem lebensnahe Ausstellung, von jungen Kuenstlern gestaltet. Eine besonders schöne Idee ist die des Britischen Künstlers Luke Jerram. "Play me, I'm yours" heißt sein Programm, das man in 37 Städten überall auf der Welt betrachten kann. Klaviere, in allen möglichen Farben bemalt, werden an öffentlichen Plätzen aufgestellt und stehen dort zum Spielen zur freien Verfügung (http://www.streetpianos.com/).
| Melbourne Now in der National Gallery |
| don't worry |
| Glaswasserfallfront der National Gallery |
| Street Pianos |
| Die Halle der National Gallery |
| Ich bei dem klaeglichen Versuch Klavier in der Oeffentlichkeit zu spielen |
Aber der Sommer scheint zu kommen, gestern waren es endlich mal 34°C und nächste Woche klettern die Temperaturen bis zu 42°C. Es kann also auch in Melbourne warm werden.
| Lydia |
Das war's erst mal aus Melbourne, ich werde weiterhin berichten!
Cheers,
Marie aus Down Under