G'day!
Hier ist er endlich.
Der Post ueber meine Reise an der Westkueste Australiens entlang.
Drei Wochen voll Staunen, Spaß und Abenteuer. Zusammen mit Lisa bin
ich am 7. Maerz von Melbourne nach Perth geflogen. Man kann es sich
kaum vorstellen, aber von Melbourne nach Perth hat man eine
dreistuendige Zeitverschiebung. Drei Tage haben wir in Perth
verbracht und haben einen Ausflug nach Fremantle ins Gefaengnis
gemacht. Hoert sich schlimmer an als es eigentlich war. Das
Gefaengnis ist ein altes Gefaengnis, das man dort besichtigen kann
und sehr beeindruckend ist. Nach drei Tagen in Perth ging es endlich
los! Morgens um 6 Uhr standen wir fertig gepackt und aufgeregt vorm
Hostel um unsere Tour von Perth nach Broome und zurueck zu starten.
Wir haben uns dazu entschieden eine gefuehrte Tour zu machen und kein
Auto zu kaufen.
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| Fremantle Gefaengnis |
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| Tourist Wheel |
Am ersten Tag ging es
los in die Pinacle Desert. Eine Wueste, die durch Erosion geschaffen
wurde. Wir sind Sandboarden gegangen und haben dann in einem
superschoenen Strandhaus uebernachtet. In unserer Gruppe waren
wirklich alle Altersklassen dabei. Von meinem Alter bis 73 Jahre war
quasi fast alles vertreten. Wie gewohnt waren viele Deutsche dabei,
aber auch Englaender, Kanadier, Schweden, ein Belgier und Schweizer.
Unser Tourguide Kimberley, genannt Kimbo war auf den ersten Blick
wirklich ein wenig gewoehnungsbeduerftig aber wir haben sie alle gany
schnell ins Herz geschlossen. Sie hat Meeresbiologie studiert und
wusste daher genau darueber bescheid, wo man am besten Haie und
Meeresschildkroeten sehen kann.
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| Pinacle Desert |
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| Ich beim Sandboarden |
An Tag 2 ging es zum
Kalbarri National Park und Shark Bay. Kalbarri war unglaublich, diese
Weiten, die man dort erlebt sind unbeschreiblich. Zumindest dachte
ich das, bevor wir im Karijini National Park waren. Freunde, ich sage
euch, sowas habt ihr noch nicht gesehen. Australien bringt einem die
Natur naeher. Und was ich jetzt sage mag sich vielleicht merkwuerdig
anhoeren, aber ein Gewitter hier sieht aus, als wuerdest du direkt
ins Auge der Hoelle schauen. Roter Himmel, schwarze Wolken. Wirklich
wahnsinn.
Abends haben wir Shark
Bay erreicht, Weisser Sand und blaues Wasser.
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| Lisa und Ich am "Nature's Window" |
Morgens am dritten Tag
war dann wieder Aufbruchstimmung angesagt. Ich stehe mit meinem Handy
ziemlich auf dem Kriegsfuss und habe mal wieder mein Handy vergessen. Dieses mal allerdings im Hostel und nicht vorm Opera House ;) Aber ich hatte Glueck und wir sind sowieso noch
mal zum Hostel zurueck gefahren um dort noch Einkaeufe in der Naehe
zu erledigen. Danach ging es nach Monkey Mia, der Delphin Strand.
Dort werden morgens frueh wilde Delphine gefuettert. Die Delphine
bekommen jeweils nur 5 Fische, damit sie noch unabhaengig von den
Menschen jagen gehen. Es gab Zeiten in Monkey Mia, als die Delphine
viel zu abhaengig von den Menschen wurden und ihren Jungen nicht mehr
gezeigt haben, wie man wirklich jagen geht. Das Ende vom Lied war,
dass die Jungen nicht ueberleben konnten, da sie ja von den Muettern
nicht in den Ernst des Lebens eingeweiht wurden. Man darf die
Delphine nicht anfassen, da ihre Haut sehr empfindlich ist.
Tag 4 beginnt in Coral
Bay in Exmouth, wo wir eine mehrstuendige Schnorcheltour unternommen haben. Ich
habe ganz viele Wasserschildkroeten gesehen, Mantarochen (!!) bunte
Fische und Haie. Die Haie sind ungefaehrlich und sind auch eher klein.
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| Lisa, Merlin aus Berlin und Ich |
An Tag 5
sind wir ein weiteres Mal schnorcheln gegangen und zwar am Turquoise
Bay. Der Name ist berechtigt, noch nie in meinem Leben habe ich so
schoenes Tuerkises Wasser gesehen! Der Abend war perfekt, Kimbo hat uns
mit zum Sonnenuntergang zum Strand genommen und es war so schoen, dass
man die Farben und die Stimmung gar nicht auf Bildern einfangen kann.
Anders als an der Ostkueste geht die Sonne naemlich ueber dem Meer unter
und nicht auf.


Tag 6, 7 & 8
sind mein persoenliches Highlight auf der Tour gewesen. Wir haben uns
auf den Weg zum Karijini National Park gemacht. Das heisst weg von der
Kueste und rein ins Land. Karijini kommt aus der Sprache der Ureinwohner
und bedeutet "enjoy"/"geniesse". Selbst im Spaetsommer bzw. fruehen
Herbst wird es hier teilweise noch bis zu 40 Grad heiss. Wir haben in
einem Eco Retreat Camp uebernachtet (drei Tage unter freiem Himmel in
Swags). Es ist wichtig, dass man keinen Muell dort hinterlaesst. Der
National Park ist Land der Aborigines, das heisst es ist heilig und
viele Orte sind fuer die verschiedenen "language groups" (das sind die
unterschiedlichen Staemme) auch spirituell sehr wichtig. Kimbo hat uns
Beispiele gezeigt, wie man in der Natur quasi ganz ohne alles ueberleben
kann, so wie die Aborigines schon immer gelebt haben.
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| Unser Camp |
Besonders
der "Fern Pool" ist wichtig fuer die Ureinwohner. Der erste Mensch (den
Namen habe ich leider vergessen), der laut den Aborigines an der Kueste
von Broome an Land kam, hat am Fern Pool seine Kinder geboren und gross
gezogen. Es heisst, dass dort eine Schlange lebt und wenn jemand diese
Schlagen toeten wird, hoert alles Wasser auf zu fliessen und seine
Kinder werden sterben. Ich gehe mal davon aus, dass seine "Kinder" die
bluehende Vegetation und die vielen Tierarten in Karijini sind.
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| Der magische "Fern Pool" |
Schliesslich ging es fuer uns Richtung Broome. Tag 9 war ausschliesslich Autofahrt. Tag 10 und 11
haben wir dann in Broome verbracht. Wir haben einen Kamelritt am Strand
bei Sonnenuntergang gemacht und die Stadt erkundet.
Es ist
ueberraschend, wie sehr man doch den Unterschied zwischen den Staedten
an der Ost- und an der Westkueste merkt. Zu allererst sind die Staedte
hier viel kleiner. Ausserdem ist der Anteil an Aboriginal people in
Melbourne viel geringer als in Broome zum Beispiel. Dieses Ausmass an
Alkoholabhaengigkeit zeigt sich hier viel deutlicher als irgendwo
anders. Die Aelteren Aborigines, die jetzt in den Staedten leben, wurden
als Kinder von der westlichen Regierung in so genannte "Host Families"
gesteckt. Das heisst, dass sie westlich erzogen wurden aber eigentlich
in einer ganz anderen Kultur geboren wurden. Sie bewegen sich also
irgendwo zwischen zwei Kulturen, die sich nicht miteinander vereinbaren
lassen und das Ende vom Lied ist, dass viele hier zur Flasche greifen.
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| Robin aus Belgien und Ich (das ist ein Fliegennetz, das ist hier wirklich von noeten!) |
Die
restlichen drei Tage auf dem Weg zurueck nach Perth haben wir dann fast
nur noch im Bus verbracht. Da nur ein paar von uns aus der
urspruenglichen Gruppe zurueck nach Perth gefahren sind, mussten wir uns
verabschieden. Das ist uns doch recht schwer gefallen, da wir in den
zehn Tagen wie eine Familie geworden sind. Es war komisch, auf einmal
nur noch einen kleinen Teil der Gruppe dabei zu haben. Die abendlichen
Kniffelspiele (Yatzy!!) und das "Gute Nacht Bier" waren auf einmal weg.
Trotzdem haben wir die letzten Tage noch genossen. Wir haben wilde
Kaengurus gekuschelt und waren in einer alten Goldmine schwimmen.
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| Das Kaenguru Baby 'Joey with no pants' :)) |
In
Perth angekommen, haben Lisa und ich den letzten tag zusammen mit
Linnea und Jenny aus Schweden verbracht, mit denen wir die 14 Tage lang
viel zu tun hatten. Die beiden sind dann hoch nach Darwin geflogen und
danach noch weiter um die Welt nach Asien und Amerika.
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| Jenny, Ich, Linnea und Lisa |
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| AUS (tralia) |
Wir
haben uns einen Tag spaeter wieder ins Flugzeug nach Melbourne gesetzt.
Unsere Reise war danach allerdings noch nicht vorbei, daher wird es
bald von mir einen zweiten Post geben :)
Viele liebe Gruesse aus dem Land der Kaengurus, Koalas und giftigen Tiere!
Marie aus Down Under