Saturday, May 31, 2014

Up in the air

G'day!

Mein Australien Abenteuer ist hiermit zu Ende. Leider leider, ich muss sagen das Abschied Nehmen ist mir wirklich schwer gefallen. Vor allem die Mentalitaet der Australier ist mir ans Herz gewachsen und auch die Menschen, mit denen ich meine letzten vier Wochen in Melbourne im Hostel verbracht habe.

Logan und ich waehrend der Tea Time


Zu allem Unglueck hatte ich dann auch noch in der letzten Woche eine Mandelentzuendung bevor ich nach Alice Springs fliegen wollte und bin erst mal panisch zum Arzt, weil ich dachte, ich kann nicht nach Alice Springs fliegen.
Ist aber alles gut gegangen und ich bin dann doch in Alice Springs gelandet. Fuer diejenigen, die nicht wissen, wo sich Alice Springs befindet: Es ist eine Stadt in der Mitte von Australien in der Wueste. Der Ayers Rock/Uluru ist allerdings noch mal 430 km von Alice entfernt. Ich habe eine dreitaegige Tour durchs Outback gemacht, zusammen mit 20 anderen Reisenden. Wir haben unter den Sternen bzw. Wolken geschlafen, sind durchs Outback gewandert und sehr viel ueber die Aboriginal Culture gelernt.


Uluru







Kings Canyon

Olgas

Danach ging es fuer mich weiter nach Sydney, wo ich noch 3 super schoene Tage verbracht habe. Obwohl ich Sydney ja am Anfang meiner Reisen nicht mocht, habe ich mich doch sehr drauf gefreut. Irgendwie schliesst sich hier der Kreis. Hier hat alles angefangen, und hier habe ich auch alles zu Ende gebracht. An meinem letzten Tag habe ich dann meinen inneren Schweinehund ueberwunden und habe mich aus einem fliegenden Flugzeug aus 4,2 km Hoehe gestuerzt. Ich muss sagen, Fallschirmspringen ist das aufregendste und abenteuerlichste gewesen, das ich auf meinem Trip gewagt habe! Und es war unglaublich, das Gefuehl beim freien Fall kann man einfach nicht beschreiben.





Schweren Herzens habe ich dann Abschied vom land down under genommen, seinen wilden Tieren und merkwuerdigen Essgewohnheiten und den freundlichen Australiern.
Im Moment bin ich in Malaysia und es gefaellt mir wahnsinnig gut hier. Natuerlich komplett anders als Australien aber sehr beeindruckend.

In ein paar Tagen werde ich ja schon wieder zu Hause sein, mein Blogpost ueber Malaysia folgt!

Selamat Jalan,
Marie aus Malaysia

Tuesday, May 06, 2014

Life is a big journey (Part II)



G'day!

Hier das Ende meiner Reisegeschichte mit Lisa.
Nachdem wir beide ziemlich fertig in Melbourne wieder angekommen sind, ist Lisa am gleichen Tag direkt weiter auf ihre alte Farm an der Great Ocean Road gefahren. Da ich noch schauen musste, ob mein alter Chef im Restaurant mich wieder einstellt, bin ich erst einen Tag spaeter hinterher gefahren. Ich hatte wirklich Glueck, mein Boss wollte mich erst ein paar Tage spaeter wieder arbeiten lassen, das heisst ich bin zu Lisa auf die Farm gefahren. Dort haben wir zwei Tage verbracht. Der Farmer war im Urlaub, also hat sein Sohn Simon, der ein bisschen aelter ist als wir, zusammen mit den zwei Maedels, die dort im Moment fuer ihr zweites Visumsjahr arbeiten, die Farm am Laufen gehalten. Nach den zwei Tagen sind Lisa und ich dann weiter nach Port Fairy gefahren. Die Kuestenstadt liegt zwar nicht mehr an der Great Ocean Road, hat aber genau den gleichen Flair wie die anderen Doerfer an der Great Ocean Road. Was wir dort erlebt haben, sind diese Dinge ueber die Filme gemacht werden. Ueber Freiheit, Unabhaengigkeit, Freundschaft und das alles gemischt mit ein bisschen Leichtsinn und Drama.





Nach den zwei unvergesslichen Tagen in Port Fairy ging es fuer uns wieder in die Grossstadt Melbourne, wo wir dann noch vier Tage zusammen verbracht haben und uns quasi von der einen Ecke in die andere gechillt haben oder ab und zu mal aufgestanden sind um Souveniers fuer Lisa zu shoppen. Lisa ist dann ein paar Tage spaeter schon nach Hause geflogen. Der Abschied war kein Abschied im normalen Sinne, weil wir ja beide wussten, dass wir uns in Deutschland wieder sehen :)

Kunstnacht in Melbourne "White Night"



Schattentheater


Ich habe jetzt nur noch ein paar Tage in Melbourne und kann es kaum erwarten endlich wieder auf reisen zu gehen! Am 15. Mai geht es fuer mich ab nach Alice Springs, von wo aus ich eine Tour zum Uluru machen werde. Danach fliege ich weiter nach Sydney und von dort aus geht es drei Tage spaeter dann nach Malaysia fuer 17 Tage. Ich wohne seit drei Wochen wieder im Hostel und geniesse es vollkommen. Die vielen interessanten Leute die ich kennen lerne, die alle eine andere Geschichte haben und andere Motivationen haben, die sie zum reisen gebracht haben. Ich habe festgestellt, dass es drei verschiedene Typen von Reisenden (bzw. Menschen, die hier reisen und arbeiten) gibt.

Der erste Typ ist der Schulabgaenger. Der Schulabgaenger ist typisch Deutsch. Die meisten Deutschen, die man hier trifft, haben letztes Jahr Abi gemacht und legen erst mal eine Pause ein. Ich gehoere also zu Typ 1.

Der zweite Typ ist der Uni-Absolvent. In diese Kategorie fallen viele Englaender, Schweden aber auch einige Hollaender und die meisten Asiaten. Diese Leute haben sich gedacht: "Ich bin 12 Jahre zur Schule gegangen und hab dann direkt meinen Bachelor hinterher geschoben, ich geh jetzt erst mal die Welt entdecken!"

Der dritte Typ ist der "Bereits-voll-im-Beruf" – Typ. Das sind die Reisenden, die studiert haben und schon einen festen Job hatten, aber aus irgendeinem Grund ist ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf gefallen und sie dachten sich: "Dann eben Australien".

Ich muss sagen, vor den Menschen, die zu Typ 3 gehoeren, habe ich wirklich Respekt. Natuerlich ist es mutig nach dem Abi oder nach der Uni ins Ausland zu gehen und neue Dinge zu wagen. Aber Menschen die schon einen festen und sicheren Job hatten und ihren Job dann fuer Aushilfsjobs in Australien aufgeben, finde ich wirklich mutig.
Ein Franzose aus meinem Hostel war in Frankreich ein relativ gut bezahlter Banker. Nachdem aber seine Arbeitskollegen die Bank gewechselt haben und das Arbeitsklima nicht mehr das gleiche war, hat er sich selbst gesagt, dass er einen Bruch in seinem Leben moechte und neue Dinge ausprobieren moechte. Jetzt arbeitet er halbtags in einem Café und macht Kaffee. Aber er ist gluecklich mit sein Leben hier und das finde ich faszinierend.

So viel zum Thema "Menschen und ihre Geschichten".






Ich versuche noch ein paar Bilder vom Uluru zu posten, wenn ich in Sydney bin. Wenn nicht, bin ich ja eh bald zu Hause. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlasse ich Australien. Ich wuerde sagen, dass ich hier so ziemlich die spannendste, abenteuerlichste und interessanteste Zeit meines Lebens hatte. Das was man in der Schule lernt, ist nix gegen das, was ich hier gelernt habe.

Bis dahin,

Marie aus Down Under


Thursday, May 01, 2014

Life is a big journey (Part I)

G'day!

Hier ist er endlich. Der Post ueber meine Reise an der Westkueste Australiens entlang. Drei Wochen voll Staunen, Spaß und Abenteuer. Zusammen mit Lisa bin ich am 7. Maerz von Melbourne nach Perth geflogen. Man kann es sich kaum vorstellen, aber von Melbourne nach Perth hat man eine dreistuendige Zeitverschiebung. Drei Tage haben wir in Perth verbracht und haben einen Ausflug nach Fremantle ins Gefaengnis gemacht. Hoert sich schlimmer an als es eigentlich war. Das Gefaengnis ist ein altes Gefaengnis, das man dort besichtigen kann und sehr beeindruckend ist. Nach drei Tagen in Perth ging es endlich los! Morgens um 6 Uhr standen wir fertig gepackt und aufgeregt vorm Hostel um unsere Tour von Perth nach Broome und zurueck zu starten. Wir haben uns dazu entschieden eine gefuehrte Tour zu machen und kein Auto zu kaufen. 

Fremantle Gefaengnis

Tourist Wheel



Am ersten Tag ging es los in die Pinacle Desert. Eine Wueste, die durch Erosion geschaffen wurde. Wir sind Sandboarden gegangen und haben dann in einem superschoenen Strandhaus uebernachtet. In unserer Gruppe waren wirklich alle Altersklassen dabei. Von meinem Alter bis 73 Jahre war quasi fast alles vertreten. Wie gewohnt waren viele Deutsche dabei, aber auch Englaender, Kanadier, Schweden, ein Belgier und Schweizer. Unser Tourguide Kimberley, genannt Kimbo war auf den ersten Blick wirklich ein wenig gewoehnungsbeduerftig aber wir haben sie alle gany schnell ins Herz geschlossen. Sie hat Meeresbiologie studiert und wusste daher genau darueber bescheid, wo man am besten Haie und Meeresschildkroeten sehen kann. 


Pinacle Desert

Ich beim Sandboarden

An Tag 2 ging es zum Kalbarri National Park und Shark Bay. Kalbarri war unglaublich, diese Weiten, die man dort erlebt sind unbeschreiblich. Zumindest dachte ich das, bevor wir im Karijini National Park waren. Freunde, ich sage euch, sowas habt ihr noch nicht gesehen. Australien bringt einem die Natur naeher. Und was ich jetzt sage mag sich vielleicht merkwuerdig anhoeren, aber ein Gewitter hier sieht aus, als wuerdest du direkt ins Auge der Hoelle schauen. Roter Himmel, schwarze Wolken. Wirklich wahnsinn.
Abends haben wir Shark Bay erreicht, Weisser Sand und blaues Wasser. 



Lisa und Ich am "Nature's Window"


Morgens am dritten Tag war dann wieder Aufbruchstimmung angesagt. Ich stehe mit meinem Handy ziemlich auf dem Kriegsfuss und habe mal wieder mein Handy vergessen. Dieses mal allerdings im Hostel und nicht vorm Opera House ;) Aber ich hatte Glueck und wir sind sowieso noch mal zum Hostel zurueck gefahren um dort noch Einkaeufe in der Naehe zu erledigen. Danach ging es nach Monkey Mia, der Delphin Strand. Dort werden morgens frueh wilde Delphine gefuettert. Die Delphine bekommen jeweils nur 5 Fische, damit sie noch unabhaengig von den Menschen jagen gehen. Es gab Zeiten in Monkey Mia, als die Delphine viel zu abhaengig von den Menschen wurden und ihren Jungen nicht mehr gezeigt haben, wie man wirklich jagen geht. Das Ende vom Lied war, dass die Jungen nicht ueberleben konnten, da sie ja von den Muettern nicht in den Ernst des Lebens eingeweiht wurden. Man darf die Delphine nicht anfassen, da ihre Haut sehr empfindlich ist.

Tag 4 beginnt in Coral Bay in Exmouth, wo wir eine mehrstuendige Schnorcheltour unternommen haben. Ich habe ganz viele Wasserschildkroeten gesehen, Mantarochen (!!) bunte Fische und Haie. Die Haie sind ungefaehrlich und sind auch eher klein.

Lisa, Merlin aus Berlin und Ich

An Tag 5 sind wir ein weiteres Mal schnorcheln gegangen und zwar am Turquoise Bay. Der Name ist berechtigt, noch nie in meinem Leben habe ich so schoenes Tuerkises Wasser gesehen! Der Abend war perfekt, Kimbo hat uns mit zum Sonnenuntergang zum Strand genommen und es war so schoen, dass man die Farben und die Stimmung gar nicht auf Bildern einfangen kann. Anders als an der Ostkueste geht die Sonne naemlich ueber dem Meer unter und nicht auf. 



Tag 6, 7 & 8 sind mein persoenliches Highlight auf der Tour gewesen. Wir haben uns auf den Weg zum Karijini National Park gemacht. Das heisst weg von der Kueste und rein ins Land. Karijini kommt aus der Sprache der Ureinwohner und bedeutet "enjoy"/"geniesse". Selbst im Spaetsommer bzw. fruehen Herbst wird es hier teilweise noch bis zu 40 Grad heiss. Wir haben in einem Eco Retreat Camp uebernachtet (drei Tage unter freiem Himmel in Swags). Es ist wichtig, dass man keinen Muell dort hinterlaesst. Der National Park ist Land der Aborigines, das heisst es ist heilig und viele Orte sind fuer die verschiedenen "language groups" (das sind die unterschiedlichen Staemme) auch spirituell sehr wichtig. Kimbo hat uns Beispiele gezeigt, wie man in der Natur quasi ganz ohne alles ueberleben kann, so wie die Aborigines schon immer gelebt haben. 




Unser Camp

Besonders der "Fern Pool" ist wichtig fuer die Ureinwohner. Der erste Mensch (den Namen habe ich leider vergessen), der laut den Aborigines an der Kueste von Broome an Land kam, hat am Fern Pool seine Kinder geboren und gross gezogen. Es heisst, dass dort eine Schlange lebt und wenn jemand diese Schlagen toeten wird, hoert alles Wasser auf zu fliessen und seine Kinder werden sterben. Ich gehe mal davon aus, dass seine "Kinder" die bluehende Vegetation und die vielen Tierarten in Karijini sind.  

Der magische "Fern Pool"



Schliesslich ging es fuer uns Richtung Broome. Tag 9 war ausschliesslich Autofahrt. Tag 10 und 11 haben wir dann in Broome verbracht. Wir haben einen Kamelritt am Strand bei Sonnenuntergang gemacht und die Stadt erkundet. 



 Es ist ueberraschend, wie sehr man doch den Unterschied zwischen den Staedten an der Ost- und an der Westkueste merkt. Zu allererst sind die Staedte hier viel kleiner. Ausserdem ist der Anteil an Aboriginal people in Melbourne viel geringer als in Broome zum Beispiel. Dieses Ausmass an Alkoholabhaengigkeit zeigt sich hier viel deutlicher als irgendwo anders. Die Aelteren Aborigines, die jetzt in den Staedten leben, wurden als Kinder von der westlichen Regierung in so genannte "Host Families" gesteckt. Das heisst, dass sie westlich erzogen wurden aber eigentlich in einer ganz anderen Kultur geboren wurden. Sie bewegen sich also irgendwo zwischen zwei Kulturen, die sich nicht miteinander vereinbaren lassen und das Ende vom Lied ist, dass viele hier zur Flasche greifen. 


Robin aus Belgien und Ich (das ist ein Fliegennetz, das ist hier wirklich von noeten!)

Die restlichen drei Tage auf dem Weg zurueck nach Perth haben wir dann fast nur noch im Bus verbracht. Da nur ein paar von uns aus der urspruenglichen Gruppe zurueck nach Perth gefahren sind, mussten wir uns verabschieden. Das ist uns doch recht schwer gefallen, da wir in den zehn Tagen wie eine Familie geworden sind. Es war komisch, auf einmal nur noch einen kleinen Teil der Gruppe dabei zu haben. Die abendlichen Kniffelspiele (Yatzy!!) und das "Gute Nacht Bier" waren auf einmal weg. Trotzdem haben wir die letzten Tage noch genossen. Wir haben wilde Kaengurus gekuschelt und waren in einer alten Goldmine schwimmen.


Das Kaenguru Baby 'Joey with no pants' :))




In Perth angekommen, haben Lisa und ich den letzten tag zusammen mit Linnea und Jenny aus Schweden verbracht, mit denen wir die 14 Tage lang viel zu tun hatten. Die beiden sind dann hoch nach Darwin geflogen und danach noch weiter um die Welt nach Asien und Amerika. 

Jenny, Ich, Linnea und Lisa


AUS (tralia)

Wir haben uns einen Tag spaeter wieder ins Flugzeug nach Melbourne gesetzt. Unsere Reise war danach allerdings noch nicht vorbei, daher wird es bald von mir einen zweiten Post geben :)

Viele liebe Gruesse aus dem Land der  Kaengurus, Koalas und giftigen Tiere!
Marie aus Down Under